Rolf Schumacher

 

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Partnerschaft - Parteneriatul - Partnership

 

 

Interview:

 

Rolf Schumacher

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- Arbeitsschwerpunkte: Organisation, Projekte, Finanzen, Werbung

- geboren 1950

- ab 1971 lange 41 Jahre Kriminalbeamter in Aachen, zeitweise Köln

und Bonn, mit den Arbeitsbereichen Einbruch, Raub, Erpressung,

MK und Drogen

- seit Anfang 2012 Kriminalhauptkommissar a.D.

- 2012 Initiator und Gründungsmitglied des MoldovAhha e. V. >>zurück<<

 

 

Wie bist du zu MoldovAhha gekommen?

 

Nach einigen Aufenthalten in der Russ. Föderation und konkret nach meiner Pensionierung war für mich klar, dass ich mich einem Hilfsprojekt in Osteuropa anschließen wollte. Irgendwie hatte sich dieser Gedanke bei mir entwickelt, und ich habe ihn einfach zugelassen. Da ich - bei aller Suche danach - keine geeigneten Projekte finden konnte, denen ich mich hätte anschließen können, ist es letztendlich zur Gründung von MoldovAhha gekommen. Dabei spielte die Ev. Moldovahilfe in Berlin eine wichtige Rolle, die mir/uns den Einstieg durch ihre Seriosität, ihr großes Erfahrungspotential und die Möglichkeit zur Zusammenarbeit doch sehr erleichterte.

 

Wie waren deine ersten Eindrücke in Moldova?

 

Ich kannte ja schon von meinen Besuchen in der Russ. Föderation die Regionen um Moskau und Yaroslavl an der Wolga und besonders natürlich auch die Lebensumstände der Menschen, die sich zum Teil recht deutlich von den unseren unterscheiden. Zwar gibt es bei einem kleinen Teil der Gesellschaft obszönen Reichtum, andererseits aber auch Genügsamkeit und eine Armut, die man hier bei uns als menschenunwürdig bezeichnen würde. In Moldova ist die Armut noch viel größer. In der Hauptstadt Chisinau sieht es noch "ganz normal" aus, im übrigen Land fühlt man sich aber oft um 100 Jahre zurück versetzt. Wie ich aber schon in Russland empfand, strahlt das Land auch seine eigenen Reize aus, seine Menschen, Landschaften und sein Rhytmus können dich irgendwie einfangen. Wenn du dann nach Deutschland zurück kommst, wird dir das um so deutlicher.

 

Wie hat diese Arbeit dein Leben in Deutschland verändert?

 

Auch diese veränderte Sicht hat bei mir bereits mit den Aufenthalten in Russland begonnen und verstärkt sich durch die Erfahrungen in Moldova. Du siehst, wie die Menschen sich auf dem sehr niedrigen Niveau durchwurschteln müssen, sich täglich mit ihren existenziellen Problemen, Fragen und Defiziten auseinandersetzen und keine Zeit und erst recht kein Geld für irgendwelchen Schnick-Schnack haben. Sicherlich werden sie auch berechtigt viele Wünsche und Hoffnungen haben, doch sind sie in der Lage dazu, sich an kleinen positiven Alltagserlebnissen zu erfreuen. Wenn du nach Deutschland zurückkehrst, fragst du dich dann oft, wo du hier überhaupt bist, was hier los ist; weil du bei nicht wenigen Menschen die große Unzufriedenheit und egoistische Gier nach unwichtigen Dingen noch deutlicher wahrnimmst.

 

Warum machst du eigentlich mit?

 

Für mich ist das die logische Folge aus dem beschriebenen Blickwinkel. Wenn du siehst, wie gut es dir selber und vielen Menschen hier in Westeuropa und besonderes in Deutschland geht, kannst du eigentlich die Frage nach dem "Helfen" nur mit "ja" oder alles ausblendend mit "nein" beantworten. Meine Antwort ergab sich intuitiv; aus dem Gefühl, ein wenig abgeben, teilen zu wollen. Das tut ja nicht mal weh, es macht sogar Freude. Ganz nebenher machst du dabei ganz tolle Erfahrungen beim Kennenlernen der vielen neuen Aspekte, Projekte und vielen netten Menschen.

 

Glaubst du denn, dass eure Hilfe etwas bringt?

 

Ja, na klar, wenn man die Freude - auch über kleine Unterstützungen und Hilfen - bei den Kindern, Eltern, jungen und alten Menschen sieht, stellt sich diese Frage fast nicht mehr. Das würde im Grunde schon reichen. Aber unsere Hilfen bewirken tatsächlich noch viel mehr. Die Menschen finden wieder Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, was wir natürlich nach Möglichkeit fördern. Sie sollen selbst zu Helfenden und damit zu Multiplikatoren werden. Besonders erfreulich ist es auch, dass sich mittlerweile Einheimische mit Vorbildcharakter stark engagieren. So entstehen in Wechselwirkung dynamische Prozesse. Das macht große Hoffnung! Den eigentlich verantwortlichen Staat und seine Organe lassen wir aber nicht außen vor. Fortwährend achten wir darauf, diese Stellen mit ins Boot zu nehmen, sobald sich dafür eine Möglichkeit eröffnet.

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